ESTA – Energieeffizienz mit STAhl

500 neue Energieeffizienz-Netzwerke bis zum Jahr 2020 hat sich die Bundesregierung in einer Vereinbarung mit Branchen- und Fachverbänden, wie der Wirtschaftsvereinigung Stahl, im Dezember 2014 auf die Fahne geschrieben. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele Deutschlands geleistet werden. Die Bundesregierung geht auf Basis bisheriger Erfahrungen mit Energieeffizienznetzwerken in Deutschland davon aus, dass die Durchführung von 500 zusätzlichen Netzwerken zu Einsparungen von bis zu 5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 führen kann.
www.effizienznetzwerke.org

 

Mit der Gründung des Energieeffizienz-Netzwerks ESTA (Energieeffizienz mit STAhl) am 1. Juni 2017 unterstützt die saarländische Stahlindustrie die Initiative des Bundes aktiv. Ziel ist es, die bereits bestehenden vielfältigen Aktivitäten im Bereich Energieeinsparung weiter zu verstärken.

 

Träger des Netzwerkes ist der Verband der Saarhütten. Neben den beiden großen Stahlunternehmen an der Saar, AG der Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl AG, sind die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, die ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH sowie die Zentralkokerei Saar GmbH (ZKS) am Energieeffizienz-Netzwerk ESTA beteiligt.

 

„Die Stahlindustrie ist eine energieintensive Industrie, daher arbeiten wir ständig daran, energieeffizient und ressourcenschonend zu produzieren und führen seit vielen Jahren erfolgreich Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz durch. Mit der Schaffung eines eigenen Energieeffizienz-Netzwerkes wollen wir unsere zahlreichen Aktivitäten in diesem Bereich bündeln – und somit weiter verstärken“, erläuterte Albert Hettrich, Präsident des Verbandes der Saarhütten und Generalbevollmächtigter der SHS – Stahl-Holding-Saar, anlässlich der Netzwerk-Gründung.

 

So wird durch das von Dillinger, ROGESA und ZKS betriebene Gichtgaskraftwerk, welches am Standort Dillingen überschüssige Kuppelgase verstromt, eine erhebliche Stromerzeugung durch konventionelle Kraftwerke vermieden. Bei Saarstahl in Burbach sorgt die Nachrüstung einer Dampfturbine am Hubbalkenofen mit einem Stromgenerator, der Überschuss-Dampf aus der Ofenkühlung verstromt, für eine Senkung des Strombedarfs am Standort – um nur zwei Beispiele zur Effizienzverbesserung in der saarländischen Stahlindustrie zu nennen.