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Verhandlungsergebnis in der saarländischen Stahlindustrie erzielt

24.01.2012

Von gestern auf heute fanden in Saarbrücken die Tarifverhandlungen für die ca. 15.600 Beschäftigten der Stahlindustrie im Saarland, Wetzlar und Kehl statt.

Die Tarifvertragsparteien haben sich nach rund 14-stündigen Verhandlungen am frühen Morgen auf ein Verhandlungsergebnis verständigt, das durch folgende Eckpunkte gekennzeichnet ist:

-    Erhöhung der Entgelte um 3,8% ab 1. März 2012
-    Einmalzahlung für Arbeiter und Angestellte i.H.v. 160,00 Euro und für Auszubildende i.H.v.
     60,00 Euro
-    Mindestlaufzeit 16 Monate
-    Fortsetzung des Tarifvertrages über den Einsatz von Leiharbeit
-    Fortführung des Tarifvertrages zur Altersteilzeit mit einer neuen Möglichkeit auf betrieblicher
     Ebene, den Zugang zur Altersteilzeit zu regeln
-    Grundsätzlich unbefristete Übernahme von Ausgebildeten mit angemessenen
     Ausnahmetatbeständen im Hinblick auf betriebliche Notwendigkeiten

Der Verhandlungsführer des Verbandes der Saarhütten, Albert Hettrich, erklärte hierzu:
„Die diesjährigen Tarifverhandlungen waren schwierig aber konstruktiv und von einem gegenseitigen Geben und Nehmen geprägt. Mit der Vereinbarung zur unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten können die Unternehmen entsprechend der bisherigen  Ausbildungspraxis weiterarbeiten. Und den Auszubildenden wird eine Zukunftsperspektive geboten. Durch die Fortführung der Altersteilzeitregelung wird den älteren Mitarbeitern weiterhin die Möglichkeit gegeben, unter sozialverträglichen Bedingungen frühzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden. Ergänzend wird den Betriebsparteien die Möglichkeit eröffnet, unternehmensspezifische Lösungen im Sinne der Beschäftigten und der Unternehmen zu vereinbaren.“

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