Verhandlungsergebnis in der saarländischen Stahlindustrie erzielt
09.12.2010
Gestern fand in Saarlouis die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die ca. 15.000 Beschäftigten der Stahlindustrie im Saarland, Wetzlar und Kehl statt.
Schwerpunkt der Verhandlungen war das bereits aus der ersten Runde bekannte Forderungspaket der IG Metall. Nach den knapp 20-stündigen Verhandlungen haben sich die Tarifvertragsparteien am Mittag auf ein Verhandlungsergebnis verständigt, das durch folgende Eckpunkte gekennzeichnet ist:
- Pauschale für Arbeiter und Angestellte i.H.v. 150,- Euro für den Monat Dezember 2010
- Erhöhung der Entgelte um 3,6 % ab 1. Januar 2011
- Entsprechende Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 1.12.2010
- Mindestlaufzeit: 14 Monate
- Abschluss eines Tarifvertrages über den Einsatz von Leiharbeit
- Aufnahme von Gesprächen zur Gestaltung eines flexibleren Personaleinsatzes und zur Sicherung des Fachkräftebedarfs
Der Verhandlungsführer des Verbandes der Saarhütten, Dr. Paul Belche, erklärte hierzu: „Die diesjährige Verhandlungsrunde gestaltete sich als äußerst schwierig. Vor dem Hintergrund der derzeit hohen Rohstoffpreise und Energiekosten stellt die Entgelterhöhung eine erhebliche Belastung für die Unternehmen dar. Daher war es wichtig, auch das Thema flexibler Personaleinsatz im Tarifvertrag abzubilden, um auf die immer kürzer und heftiger werdenden Konjunkturzyklen flexibel reagieren zu können.“





