EEG-Umlage 2011 belastet die Stahlindustrie
18.10.2010
Der Verband der Saarhütten ist besorgt über die am Freitag letzter Woche von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichte EEG-Umlage für das Jahr 2011. Die Steigerung der Umlage um mehr als 70% von 2,05 ct/kWh auf 3,53 ct/kWh im kommenden Jahr wird auch Auswirkungen auf die Stahlindustrie haben.
Die in der öffentlichen Diskussion häufig verbreitete Auffassung, die energieintensiven Unternehmen hätten durch die Härtefallregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen allgemeinen Anspruch auf Befreiung von der Umlage, entspricht nicht der gegenwärtigen Rechtslage.
Die im EEG geregelte Möglichkeit, Unternehmen von der EEG-Umlage zu befreien, ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die u.a. mit dem Stromverbrauch und den Stromkosten im Zusammenhang stehen. Eine Entlastung ist daher nur für stromintensive Unternehmen geregelt. Antje Otto, Geschäftsführerin des Verbandes der Saarhütten, erläutert: „Die Stahl-industrie ist nicht nur eine stromintensive, sondern auch eine energieintensive Industrie. Neben Strom werden weitere Energieträger, wie z.B. Gase, für die Stahlproduktion benötigt. Die im EEG enthaltene Ausgleichsregelung betrifft nur den Energieträger Strom, so dass die meisten Stahlunternehmen die Voraussetzungen für die Umlage-Befreiung nicht erfüllen.“
Der extreme Anstieg der EEG-Umlage belastet die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien. Der Verband der Saarhütten rechnet für die Unternehmen der saarländischen Stahlindustrie mit Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe.





